Was geschah?

Angstvoll fragte es der erblaßte Gott, für sein unsterbliches Leben zitternd. Auch seinen Vorgänger auf dem römischen Gottesthron hatten bei ähnlichem, festlichem Nachtgang die Dolche der Meuchelmörder getroffen.

Senatoren und Ritter beeilten sich, den Cäsar zu beruhigen.

Nichts war geschehen! Ein Schwärmer, ein Phantast, ein Verrückter hatte die Reihen der kaiserlichen Leibwache durchbrochen und dem Zug des Göttlichen sich in den Weg gestellt und gerufen, auch er sei ein Christ.

»Wer ist's?«

Man lief, man forschte, man brachte dem Kaiser Bescheid: »Ein fremder Jüngling. Er nennt sich Tullus, Sohn des Priesters Atinas.«

»Des Priesters Atinas — —«

Und es zuckte um des Göttlichen Mund.

»Was soll mit dem Nazarener geschehen?«

Und der Unsterbliche bedachte sich. Darauf gebot er: »Des Atinas Sohn für die Bestien!«