[133] (S. 87): „Ich hatte bis dahin mein ganzes Leben außerhalb der Stadt zugebracht...” („Was sollen wir denn tun?”)
[134] (S. 87): „Was sollen wir denn tun?”
[135] (S. 87): Tolstoi hat manchesmal seiner Abneigung Ausdruck gegeben gegen „die Asketen, die für sich selbst handeln, ohne Rücksicht auf ihresgleichen”. Er wirft sie in den nämlichen Topf wie die unwissenden und hoffärtigen Revolutionäre, „die behaupten, den anderen Gutes zu erweisen, ohne zu wissen, was ihnen selber not tut... Ich liebe”, sagte er, „die Menschen dieser beiden Kategorien mit derselben Liebe, aber ich hasse auch ihre Lehren mit demselben Haß. Die einzig wahre Lehre ist die, die eine dauernde Tätigkeit fordert, ein Leben, das den Regungen des Herzens folgt und sich bemüht, andere glücklich zu machen. Das ist die christliche Lehre. Sie ist gleich weit entfernt vom religiösen Quietismus wie von dem anmaßenden Hochmut der Revolutionäre, die die Welt umzugestalten trachten, ohne zu wissen, worin das wahre Glück beruht.” (Brief an einen Freund.)
[136] (S. 88): Ein Daguerreotyp aus dem Jahre 1885.
[137] (S. 89): „Was sollen wir denn tun?”
[138] (S. 89): Dieser ganze erste Teil (die ersten fünfzehn Kapitel), der von Gestalten nur so wimmelt, wurde von der russischen Zensur unterdrückt. Das Werk ist in seiner ganzen Vollständigkeit erst achtzehn Jahre nachdem es geschrieben war in den von Tschertkow besorgten Ausgaben erschienen.
[139] (S. 89): „Die wahre Ursache des Elends sind die Reichtümer, die sich in den Händen einzelner befinden, die nichts schaffen, und die in den großen Städten angehäuft sind. Die Reichen finden sich in den großen Städten zusammen, um in Sicherheit zu genießen. Und den Armen zieht es nach der Stadt, weil er hofft, sich von den Brosamen nähren zu können, die von des Reichen Tische fallen. Ihn lockt der leichte Gewinn: Handel, Bettelei, Ausschweifungen, Betrügereien.”
[140] (S. 90): „Der Angelpunkt des Übels ist der Besitz. Der Besitz ist nur das Mittel, um aus der Arbeit der anderen Genuß zu ziehen.” — „Das Eigentum”, sagt Tolstoi an anderer Stelle, „ist das, was uns nicht gehört, die andern sind es. Der Mensch nennt seine Frau, seine Kinder, seine Sklaven und mancherlei Gegenstände sein eigen; aber die Wirklichkeit zeigt ihm seinen Irrtum; und er muß darauf verzichten oder leiden und andere leiden machen.” — Tolstoi ahnt schon die russische Revolution voraus: „Seit drei oder vier Jahren”, sagt er, „beschimpft man uns in den Straßen und nennt uns Faulenzer. Der Haß und die Verachtung des geknechteten Volkes nehmen immer mehr zu.” („Was sollen wir denn tun?”)
[141] (S. 90): Der Bauernrevolutionär Bondarew hätte am liebsten gewollt, daß dieses Gesetz als ein allgemeiner Zwang anerkannt würde. Tolstoi duldete damals seinen Einfluß, wie auch den eines anderen Bauern namens Sutajew, nicht ungern. „Während meines ganzen Lebens haben zwei russische Denker eine große moralische Wirkung auf mich geübt, haben mein Denken bereichert und meine eigene Stellung zur Welt geklärt, es waren die beiden Bauern Sutajew und Bondarew” („Was sollen wir denn tun?”). In dem nämlichen Buch entwirft Tolstoi ein Bild von Sutajew und führt eine Unterhaltung mit ihm an.
[142] (S. 91): „Alkohol und Tabak”.