[173] (S. 117): „Kreutzersonate”, „Macht der Finsternis”.
[174] (S. 118): „In Ihrem Stil”, sagte ihm sein Freund Drujinin im Jahre 1856, „sind Sie äußerst ungleich, manchmal wie ein Bahnbrecher und großer Dichter, manchmal wie ein Offizier, der an seinen Kameraden schreibt. Was Sie mit Liebe schreiben, ist wundervoll; sobald Sie aber gleichgültig sind, verwirrt sich Ihr Stil und wird fürchterlich.”
[175] (S. 119): Im Sommer 1879 kam Tolstoi in sehr nahe Berührung mit den Bauern; Strakow erzählt, daß er außer der Religion „sich sehr für die Sprache interessierte. Er fing an, die Schönheit der Volkssprache tief zu empfinden. Jeden Tag entdeckte er neue Worte, und jeden Tag mißhandelte er die literarische Sprache mehr”.
[176] (S. 119): In den Notizen, die er sich in den Jahren 1860 bis 1870 während des Lesens machte, schrieb Tolstoi: „Die Bylinen... sehr großer Eindruck.”
[177] (S. 119): „Die beiden Alten” (1885).
[178] (S. 120): „Wo Liebe ist, da ist Gott” (1885).
[179] (S. 120): „Wovon die Menschen leben” (1881) — „Die drei Greise” (1884).
[180] (S. 120): „Wieviel Erde braucht der Mensch?” (1886)
[181] (S. 121): Er ist erst ziemlich spät auf den Geschmack des Dramas gekommen. Im Winter 1869 auf 70 machte er diese Entdeckung, und nach seiner Gewohnheit begeisterte er sich sofort dafür: „Diesen ganzen Winter über habe ich mich ausschließlich mit dem Drama beschäftigt; den Menschen, die bis zu ihrem vierzigsten Jahre über ein bestimmtes Thema nicht nachgedacht haben, geht es immer so, daß sie plötzlich diesem vernachlässigten Gegenstand ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden, und es scheint ihnen dann, daß sie sehr viel Neues darin erblicken... Ich habe Shakespeare, Goethe, Puschkin, Gogol und Molière gelesen... Ich möchte Sophokles und Euripides lesen... Ich war krank und habe lange das Bett gehütet, und in solchem Zustand beginnen die dramatischen oder komischen Personen sich in meinem Innern wie unsinnig zu gebärden. Und sie machen ihre Sache sehr gut...” (Briefe an Fet, 17. bis 21. Februar 1870.)