»Habt's uns wohl g'hört?« frug der Florl mit seiner hohen Tenorstimme übermütig zurück und rückte sich den Hut weit aus der Stirn.

»'s war ja laut g'nug, daß i enk hab' hören können!« lachte der Kramer. »Und du ...« wandte er sich an den größeren der beiden Burschen, »du hast ja a sakrisch gute Stimm'! Könntest dir a schian's Geld verdienen mit dera Stimm' ... wann d' möchtest.«

»Mei!« machte der Florl geringschätzig. »Er singt ja nur die zweite Stimm'. I sing' die erste!« erklärte er wichtig und mit Stolz.

»Was ist's nacher mit dem Schnaps, Regerl?« gab sein Kamerad dem Gespräch eine andere Wendung. »So a Stamperl können wir leicht vertragen, bevor wir aufs Alpl aufi giahn, ha, Florl?« Scherzhaft drängte er das Mädel vor sich her in das Haus hinein und zwängte es übermütig an die braune, rohgezimmerte Holzwand des Eingangs.

»Wann i iatz koan Schnaps kriag, Madel, kriag i a Bussel!«

Wie ein junger Bär stand er vor ihr, groß und kräftig und voll von tollpatschigem Übermut.

Die Arme hielt er ausgebreitet vor dem kleinen Mädel, das sich tapfer gegen seine Zärtlichkeiten wehrte. Mit beiden Fäusten schlug sie unbarmherzig auf ihn ein und stieß mit den Füßen um sich, ohne zu achten, wohin sie ihn traf.

»Aus laßt mi!« schrie sie, hochrot vor Zorn. »Lackel, damischer!«

Der Bursch lachte ihr gutmütig ins Gesicht und beugte sich zu ihr herab. Ihre Püffe und Schläge machten offenbar nicht den geringsten Eindruck auf ihn.

»Da schaug oaner an, was dös für a wilder Teufel sein kann!« neckte er sie. »Magst aufpassen, Florl! Die hat Haar' auf die Zähnd!«