»Laß mi in Fried', du!« Das Regerl wehrte sich noch immer gegen den starken Griff des Burschen, der sie wie mit Eisenschrauben fest umklammert hielt.
»An Schnaps oder a Bussel?« fragte der Bursch und machte Miene, sich das letztere gewaltsam zu nehmen.
Unvermutet stieß ihm der Florl kräftig seinen Fuß in den Rücken.
»Au ... du!« machte der andere, ließ von dem Mädel ab und ballte die Fäuste gegen den Florl.
»Laß 's Madel in Fried', Wastl!« sagte der Florl drohend und mit finsterem Gesicht.
»Wöllt's raffen?« lachte der Kramer Veit breit und dröhnend.
»Naa!« machte der Wastl gutmütig. Er hatte jetzt gar keine Absicht mehr böse zu werden, sondern begriff, daß er in seinem Übermut zu weit gegangen war.
»Sein wir wieder gut, Regerl?« Freundlich und beinahe bittend hielt er dem Mädel seine große, breite Arbeitshand entgegen.
»I sag's der Vef!« schmollte das Regerl schon halb versöhnt und rieb sich mit der flachen Hand die Oberarme, die der Wastl so fest umklammert hatte. »Völlig blaue Fleck' hat er mir druckt ... der Ruach ... der ungute!« schimpfte sie geärgert.
»Bist schon du ungut!« lachte der Wastl und zeigte zwei Reihen gesunder Zähne, die blendend weiß in dem dunklen, bartlosen Gesicht leuchteten.