Ein Sturm hatte sich erhoben in der schwer dunkeln Nacht. Brauste eisig von den Fernern herüber und kündete wohl frühen Schneefall an.

Es fror den Wastl. Aber er wartete noch. Trotz der Kälte. Wollte ganz sicher gehen ... bis sie alle schliefen ... und ihn nicht stören konnten.

Dann erst schlich er sich hinüber. Tat ... wie's der Stanis ausgekopft hatte. Zuerst der Stadel ... Nein ... das war falsch ... Zuerst das große Haus ... dann der Nebenbau vom Kramer Veit und dann der Stadel ... So war's recht.

Hatte Mühe, der Wastl, bis er vom Schupfen her das Holz zusammentrug ... Dauerte lange die Arbeit ... und der Sturm brauste und der Hund knurrte ab und zu und heulte auf in langgezogenen Tönen.

Und dunkel war's ringsum! Stockdunkel. Nichts mehr konnte man unterscheiden. Gar nichts mehr. Keinen Berg und keine Felder und auch kein Haus vom Dörfl unten. Würde bald hell werden hier oben und leuchten. Und der Wastl lächelte vor sich hin, still und vergnügt.

Leise knisterte das Feuer und züngelte sich zur Flamme. Sorgfältig hatte es der Wastl angelegt ... unter der großen Holzveranda ... wo es so guten Durchzug hatte und bald hell aufschlug. Wie das brannte! Schön war's und würde bald ganz hell werden und lichterloh brennen.

Und der Wastl ging zum Nebenbau hinüber ... langsam und sehr vorsichtig ... und zündete dort das Feuer an. Wartete, bis die Flamme loderte, und lächelte schadenfroh.

»Gesindel!« hatte der fremde Mann ihn beschimpft. »Gesindel! Selber Gesindel ... spottschlechtes! Zugrund sollt's gehen ... alle miteinander!«

Und dann zündete der Wastl den Stadel an. Der fing das Feuer, daß es eine Freude war. Hellauf schlugen die Flammen, vom Winde umtobt.

Schön war das! Herrlich schön. Dieser helle Schein in der dunkeln Sturmnacht. Und leuchtete so hell, daß der Wastl jetzt alles sehen konnte. Das Dörfl unten mit der kleinen Kirche und drüben die düster drohende Bergwand.