Aber dem Florl war gar nicht um das Rennen zu tun, und er suchte jetzt dem Regerl einen Gefallen zu erweisen.

»Singen müssen wir schon eins!« meinte der Florl nachdenklich. »Das ist schon amal so der Brauch, weil wir an Schnaps aa g'habt haben.«

Die Bäurin, umringt von ihrer Kinderschar, stand, die Hände lässig in die Hüften gestemmt, vor der Haustüre, im Glanze der scheidenden Sonne.

Der Kramer Veit hatte sich breitspurig und erwartungsvoll auf die Bank vor dem Hause niedergelassen, während das Regele mit dem Kind am Arm zu den beiden Burschen herabgestiegen war.

»Regerl ...« flüsterte der Florl ganz leise und nur für sie hörbar.

»Laß mi ... du ...« sagte das Mädel unfreundlich und machte sich mit dem Kinde zu schaffen, das den Florl mit seinen großen, dunkeln Augen blöde und unverwandt anstarrte und an seinem dicken, roten Fäustchen lullte.

»Mußt mitsingen, Regerl!« forderte sie der Wastl auf. »Dann gehen wir's an.«

»I hab' heut' koa Stimm' nit!« sagte das Mädel ausweichend.

»Weil d' nit magst!« widersprach der Wastl geärgert.

Das Mädel zog die Achseln hoch. »Kann aa sein!« meinte sie gleichgültig.