»Wird's bald?« erklang da die scharfe Stimme der Bäurin vor dem Hause.

Die Burschen sahen ein, daß sie jetzt singen mußten, und einigten sich rasch durch ein paar Worte über das Lied, das sie zum besten geben wollten.

Dann stellten sie sich wie regelrechte Sänger in Positur, kehrten ihre Rückseite den Zuhörern zu, offenbar um ihre eigene Verlegenheit zu verbergen, und ließen ein helles, fröhliches Lied erklingen. Das tönte hinaus in den heiligen Frieden der Natur und erzählte von jugendfrischer Liebe und von der Schönheit ihrer Heimat.

Die steile Felswand, über die sich das silberfarbige Band des kleinen Baches zog, gab das Echo zurück.

Als das Lied verklungen war, herrschte einen Augenblick lang tiefes Schweigen. Sogar die Kinder waren ruhig geblieben und wagten sich nicht zu rühren.

Jetzt meinte der Kramer Veit: »Schön könnt's singen, Buben! Sehr schön. So was könnt' ein' grad no's Herz auffrischen.«

»Singt's no oans, ös zwoa!« sagte die Bäurin ermunternd.

»I nimmer!« lachte der Wastl und lief jetzt mit weit ausholenden Schritten seinem Kameraden davon und die sanft ansteigende Wiesenanhöhe hinauf.

Der Florl suchte verstohlen die Hand des Mädels.

»Wann d' halt do mitgangst, Regerl!« bat er leise und fast demütig.