»Wann i zu ihm geh' und 's ihm derklär' und sagen könnt', wia's steht zwischen uns zwoa ... könnt' sein, daß er's tat'!« meinte er langsam und schwerfällig. »Und i wollt' arbeiten und schaffen, und nix war' mir zu viel von der Fruah bis spat. Wann i di nur hätt', Vef!« versprach er schlicht und innig.

Nun gingen die beiden ein großes Stück des Weges bergab, und keines sagte ein Wort. Unten sah man schon die grünen Wiesen des Tälchens liegen und den schwarzgrünen Fichtenwald, der es fast wie ein Kranz umsäumte. Hand in Hand gingen sie, und es geschah zum ersten Mal, daß die Vef den Druck des Burschen warm erwiderte.

»Wann i amal wissen tat, wohin i g'höret, aft hatt' i nix dagegen ...« brach das Mädel dann das Schweigen. »Wann's aa no so kloan war' 's Hoamatl ...«

Da konnte sich der Wastl nimmer halten. Ganz wild war er vor lauter Freude.

»Also, hast mi do gern, Madel?« Er schrie die Frage jubelnd heraus, so daß das Echo von den Felswänden des Berges widerklang.

»Freilich hab' i di gern!« lachte die Vef jetzt und zeigte ihre weißen Perlenzähne. »Moanst, i hätt' sonst den Glöschl Hias abg'wiesen? Ist ja a feiner Mensch her.«

»Aber i bin dir der lieber, ha?« Der Wastl wartete die Antwort gar nicht erst ab. Schaute in die strahlenden Augen des Mädels, die innig und verheißungsvoll aufleuchteten.

»Madel ... Madel ...« stieß er hervor und zog sie kräftig in seine jungen, starken Arme und küßte sie.

Freilich, der Korb, den sie am Rücken trug, bildete ein großes Hindernis für seine stürmischen Gefühle. Der mußte fort. Die Vef war damit einverstanden, daß er ihr den Korb vom Rücken nahm und im weiten Bogen gegen das Tälchen hinabwarf. War mit einem Male ganz gefügig, die Vef, und duldete es sogar, daß der Wastl sie ganz gehörig abbusselte. Sie setzte sich sogar zu ihm hin ins Gras und schmiegte sich fest und weich in seinen Arm.

»Hab' di ja alleweil gern g'habt, du Bua, du deppeter! Grad' verstanden hast mi nit!« gestand sie ihm dann. »Und daß i dir's glei' sag'. Es bleibt beim busseln ... verstehst mi? Bis wir verheirat' sein und dei' Göd übergeb'n hat. Jetzt weißt es.«