»Der Kramer Veit ist wieder kömmen!« berichtete er nach einer kleineren Pause.

»Ah wohl!« machte die Vef interessiert und setzte sich mit dem jüngsten Kind am Schoß zu dem Stanis auf die Bank hin, während das größere auf allen Vieren am Boden herumkroch. »Wohl wieder kömmen?« frug sie. »Hat er was verzählt vom Regele und vom Florl? Sein's iatz verheirat' ... dö zwoa?« forschte sie neugierig.

»Freilich verheiratet. Sein aa mitkömmen dö zwoa!« berichtete der Stanis und schnitt sich mit seinem großen Taschenmesser ein gewaltiges Stück Brot ab, das er dann fingerdick mit Butter bestrich.

»Was du nit sagst? Da sein's?« verwunderte sich die Vef.

Da kam der Wastl zur Stubentür herein und mußte sich tief bücken, damit er nicht an den Balken anstieß. »Grüaß di Gott, Stanis!«

»Grüaß Gott aa!«

Er sah gealtert aus, der Wastl, mitgenommen von der harten Arbeit, und tiefe Furchen hatten sich vorzeitig in dem jungen, wetterharten Gesicht eingegraben.

»Horch, Wastl, was der Stanis verzählt!« rief die Vef wichtig. »Der Florl und 's Regele sein hoamkömmen mit'n Kramer Veit.«

»Wohl kömmen? Ah so!« sagte der Wastl und setzte sich aufatmend neben sein Weib. Sein Gesicht war noch aufgedunsen und hochrot von der schweren Arbeit, und dicke Schweißtropfen standen auf der Stirn und machten das hereinhängende schwarze Haar feucht glänzen. »Was machen's nacher, dö zwoa?« erkundigte sich der Wastl ziemlich gleichgültig.

»Faulenzen tian's!« sagte der Stanis scharf. »Und nobel sein dir dö zwoa g'worden! Am hellichten Werktag laufen's im Sonntagsg'wand umadum!«