»Für mein' Vater!« sagte der Bub eigensinnig. Man sah es deutlich, daß er damit nicht den Florl meinte, von dem er sich immer noch im kindlichen Trotz abwandte.

Das Regele verzog spöttisch den Mund. »Für'n Kramer Veit, gelt?« frug sie schnippisch.

»Ja. Für densell!« erklärte der Anderl frech. »Weil i den mag!« sagte er eigensinnig.

»Und uns magst nit?« frug der Florl unmutig und mit zusammengezogenen Brauen.

»Naa. Enk mag i nit!« sagte der Bub sehr bestimmt.

»Und warum magst uns nit?« forschte der Florl weiter. »Wir haben dir ja nix getan.«

»'s Moidele hat g'sagt, so zwoa wie ös seid's, soll man nit mögen!« erzählte der Kleine.

»So zwoa wia ös seid's ...« Der Hieb saß fest. Wiederholt hatten sie, seit sie nun in der Heimat weilten, diese Rede der Geringschätzung gehört. Zuerst vom Söllerbauer, dem Vater der Regina, und dann vom Perlmoser, und jetzt hörten sie sie aus dem Munde ihres Kindes.

»Ös habt's enk ja nia nit bekümmert um mi ...« fuhr der Kleine altklug zu reden fort. »Wie soll denn i enk mögen?« Und eigensinnig stampfte der Bub mit beiden Füßen und hatte jetzt mit seinem frechen Gesichtl eine so auffallende Ähnlichkeit mit dem Florl von einst, wie er noch am Alpl droben war, daß der Florl ungeachtet seines Ärgers hellauflachen mußte.

»Ist ja recht nett von dir!« meinte er dann trocken, spitzte die Lippen und pfiff leise vor sich hin.