Die Herren lächeln, aber es graut ihnen. Den Damen graut, aber sie lächeln. Für tausend Jahre ist er interessant genug.

Man flüstert oder man denkt: „Diese Gelbheit des Gesichtes!“

„Aber doch, im Ganzen, diese gefaßte Zusammengenommenheit?“

„Er ist wie ein Gebäude von vier oder fünf Stilarten. Es scheint inkonsequent, aber es ist nur alt. Es entstand, wie es mußte.“

„Aber warum kleidet er sich nicht mehr nach der Art der alten Magier? Er trägt gold-brokatne Weste, himmelblauen Frack und gleiche Kniehosen und Strümpfe.“

„Er leuchtet darum doch gleichsam von innen heraus durch diesen blauen Frack, wie eine Ampel aus Saphir. Wenn es dunkel wäre, er würde phosphoreszieren.“

So gehen die ängstlich-leisen Gespräche umher, indes sich die nahegedrängten, gepuderten, hohen Damenfrisuren verneigen, als ob der Wind hinter einem vollblühenden Perückenstrauch anflöge. Sämtliche linke Beine scharren nach rückwärts; leise klirren die Degen der Herren. Sie sind fast alle besiegt; die heißen Herzen von ihrer eigenen Glaubenskraft und ihrer Liebe zum Wunder, die kühlen Hohnköpfe vom Erfolg.

Nur der mächtige Barrées begrüßt seinen Gast zwar mit fast so tiefer Kopfneigung, als er sie den Größen Frankreichs erweist, aber doch leise lächelnd. Er empfängt zum Dank die nachlässigen Worte: „Ja, lieber Barrées, ich bin recht gerne gekommen.“

Um die Lippen des Hausherrn zuckt heimlich eine feine Bosheit und er beginnt: „Ich werde Ihnen einige neue Verehrer Ihres Genies vorzustellen die Ehre haben. Nur sagen Sie mir: Wann befreien Sie mich von meiner verdammten Gicht?“

„Bei der nächsten Mondesfinsternis.“