Da sprach er wieder französisch. Sie möge keinen Spaß mit einem armen Teufel machen.

„Aber nein,“ lachte sie. „Ich habe nur sagen wollen, daß es ein rechtes Unglück mit uns beiden ist. Denken Sie sich, ich habe auch noch keinen Geliebten und bin ganz so verlassen wie Sie.“

„Aber Sie haben doch den lustigen Marquis?“

„An den bin ich verheiratet worden,“ weinte sie beinahe, so sehr glaubte sie selbst an ihr Unglück. „Ahnen Sie denn, Sie aus der Schweiz, wo jeder nach dem Herzen wählen kann, was es heißt, als savoyische Prinzessin mühsam, aber genau nach Taxwert losgeschlagen zu werden?“

„Ei, ja;“ meinte Primus Thaller. „Bei uns in Appenzell gibt kein Bauer von fünfzig Kühen seine Dirn einem schlechtern. Das ist Notwehr der Familie.“

„Gegen wen denn?“

„Gegens Armwerden.“

„Sie sind wohl sehr arm?“

„Ich wäre sonst nicht zu den Soldaten gelaufen.“

Das war der Augenblick, wo das Marquiselein die Bitte vorbrachte, Herr Primus möge ihr die Stallwirtschaft in La Réole nach Appenzeller Muster einrichten.