„So gut haben die's da oben,“ murrte der eine.

Und ein andrer summte: „Wir werden das alles bald besitzen. Das Schloß ist nicht so fest wie die Bastille.“


Diese ganzen drei Wochen mußte der ärmste junge Baron in einem Zimmer mit der blassen Dorette schlafen. Seine Hoffnung und seine Verzweiflung stiegen und fielen in regelmäßigen Gezeiten; nur seine Liebe wuchs beständig.

Dorette, die hatte gar wohl bemerkt, daß die zärtliche Heloise in süß schmachtender Neigung zu dem hübschen Deutschen entglommen sei und bangte ein wenig um ihren braven Schlafkameraden, so hoch sie auch sonst auf ihn herabsah, als auf das Kind einer minderwertigen Rasse. Nur Georg merkte nichts. An einem milden, dampfenden Abende stand er mit Dorette und Heloise an einem Fenster und hörte, wie auf den Dächern der Ställe ein Kater inbrünstig um Liebe sang.

Das Mädchen, der Georg sehr gut gefiel, brach in Tränen aus.

„Was ist Ihnen nur, liebste Heloise?“ fragte der arme Hirschbach bestürzt.

„Ach die Natur, diese Natur! Sie ist zu erschütternd,“ schluchzte Heloise.

„Ja, die Natur,“ seufzte der junge Deutsche und sah mit dem sanftesten Vorwurf die feine, kühle Dorette an. Der Kater sang weiter, und Dorette lächelte.

Am Abend dann, als sie wieder hinter ihrer Festung von Reifröcken zu Bette gegangen war, bat er innigst, sie in allen Ehren besuchen zu dürfen.