Sie hastete und stolperte. Da verwies er ihr mit derben Worten ihre lächerlichen Stöckelschuhe. Mitten in der Halbnacht des Parks knirschte sein Hirschfänger durch die hohen Absätze, hob ein paar Lederschichten ab, und als die grobe Schusterarbeit geschehen war, konnte Dorette laufen wie eine vernünftige Frau, die sich sehr fürchtet.

Sie wollte den Weg nach Straßburg einschlagen, aber Herr Georg zog sie etwas gewaltsam nach dem einsamen Bergwald.

„Die Bauern sind nicht so dumm wie Sie,“ rief er zornig. „Die bewachen alle Wege nach den nächsten Garnisonen, damit sie hier ungestört stehlen und sengen können.“

Ein seltsames, rötliches Licht überzog den Himmel über den Bäumen des Waldes, und da diese bräunliche Dämmerung Dorette zu sehen gestattete, gewann sie ihre Fassung wieder. Sie fiel aus ihrem Schreck in großen, ehrlichen Zorn.

„Herr, mein Herr,“ rief sie ihren eiligen Begleiter an. „Laufen Sie nicht so. Sie sind davongelaufen, Sie allein, während die andern als Edelleute fochten oder sich als Edelleute ergaben.“

„— aber nicht als solche behandelt wurden,“ lachte er.

„Sie sind davongelaufen, Sie waren grob gegen eine Dame, ja Sie haben sich an meiner Krinoline und meinen Stöckelschuhen vergriffen. Wie, mein Herr, vermögen Sie diese Handlungsweise zu rechtfertigen?“

„Ei, das war Natur,“ lachte Georg, der sich oben im Walde sicher wußte.

„Natur, Natur, Sie Ungezogener,“ rief Dorette. „Beleidigen Sie nicht diesen erhabenen Namen.“

„Madame, noch ein paar Schritte bis zu jener Lichtung,“ bat Georg, „und nun, da wir auf der Höhe sind, bitte: sehen Sie dort unten die Bescherung an!“