[S. 11.] Wie Tieck schon früher über die neuen Genies urtheilte, sieht man aus seinen wiederholten Bekenntnissen an Solger, in den Jahren 1815, 1818. „Solger’s nachgelassene Schriften und Briefwechsel“, I, 333, 373, 685.
[S. 16.] Von Friedrich Laun ist das Sonett des Ungenannten „Der Streit für das Heilige“, Musenalmanach von Schlegel und Tieck für 1802, S. 257. Worüber zu vergleichen Friedrich Laun’s „Memoiren“, I, 166, und über das Verhältniß Tieck’s zu Friedrich Laun, Tieck’s Brief an Friedrich Laun, „Kritische Schriften“, II, 401.
[S. 25.] Die im Texte gegebene Darstellung des Verhältnisses zwischen Tieck und Grabbe beruht wesentlich auf den mündlichen Mittheilungen des Ersten und einigen Briefen Grabbe’s, die sich in Tieck’s Nachlaß finden. Der erste vom 21. Sept. 1822 begleitete die Zusendung des „Gothland“, der folgende vom 16. Dec. 1822 das Lustspiel „Scherz, Satire, Ironie“; beide sind in Berlin geschrieben. In zwei Briefen aus Leipzig, vom 18. März und 8. Mai 1823, kündigt Grabbe sich als mimisches Talent an, und bittet um Hülfe in höchst bedrängter Lage; der letzte endlich, voll tiefer Hoffnungslosigkeit, ist aus Detmold vom 23. Aug. 1823. Diese Briefe enthalten auch manche Andeutungen über seinen frühern Bildungsgang. Ergänzend kommen zwei andere von Am. Wendt und Klingemann aus dem Jahre 1823 hinzu, in denen sich jener für, dieser gegen Grabbe’s Beruf zum Schauspieler ausspricht. Wenn Grabbe damals behauptete, schon vor seiner Ankunft in Dresden sei ihm durch Tieck Hoffnung auf eine Stelle als Regisseur beim dortigen Theater gemacht worden, so ist auch das eine Einbildung gewesen. Wie hätte Tieck bei seiner damaligen Stellung in Dresden einem ihm persönlich ganz unbekannten jungen Dichter eine solche Aussicht eröffnen können? Diese Angaben mögen hier nachträglich eine Stelle finden mit Rücksicht auf das kürzlich erschienene Buch „Grabbe’s Leben und Charakter, von K. Ziegler“ (Hamburg 1855).
[S. 50.] Die hier dargestellten Ansichten entwickelt Tieck im zweiten Abschnitt des „Aufruhr in den Cevennen“ im Gespräche Edmund’s mit dem alten Pfarrer. Vgl. damit Tieck an Solger in den Briefen von 1817, in „Solger’s nachgelassenen Schriften“, I, 541, 586.
[S. 53.] Tieck’s Ansicht der Novelle s. auch in der Einleitung zum elften Bande der „Schriften“, S. LXXXIV.
[S. 62.] Der Brief „An Herrn L. Tieck“ in der Einleitung zu Lenz’s Schriften, „Kritische Schriften“, II, 298, ist von Rehberg.
[S. 64.] Viele einzelne Züge zu dem aufgestellten Bilde des dresdener Lebens finden sich in den Briefen und Tagebüchern K. Förster’s in „Karl Förster und seine Zeit, herausgegeben von Luise Förster“.
[S. 67.] Ueber Tieck’s Vorlesungen in Dresden berichtet Carus in der Abhandlung „Ludwig Tieck. Zur Geschichte seiner Vorlesungen in Dresden“, in Raumer’s „Historischem Taschenbuch“, 1845.
[S. 71.] Ueber Tieck’s Besuch bei Goethe im Jahre 1828 s. Eckermann, „Gespräche mit Goethe“, II, 23, 28. Goethe’s kurze Anzeige von Tieck’s Novelle „Die Verlobung“ „Werke“, XLV, 295. Auch „Solger’s nachgelassene Schriften“ besprach Goethe ebend. S. 289, und Tieck’s „Dramaturgische Blätter“ ebend. S. 111 nicht ohne eine gewisse Abneigung gegen Tieck’s Theorien über Shakspeare, wie sich auch in dem Aufsatz „Englisches Schauspiel in Paris“ zeigt. „Werke“, XLVI, 151.
[S. 80.] Vgl. „Der Protestantismus und die Romantik“ von Echtermeyer und Ruge in den „Hallischen Jahrbüchern“, 1839, Nr. 245 fg., und über Tieck besonders Nr. 308 fg.