»Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.«

Jetzt will ich das ganze Gedicht einmal vorlesen, von Anfang (= Beginn) bis zu Ende:

»Sah' ein Knab' ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Knabe sprach: 'Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden.'
Röslein sprach: 'Ich steche dich,
Daß du ewig denkst an mich,
Und ich will's nicht leiden.'
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Und der wilde Knabe brach
's Röslein auf der Heiden.
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Mußt' es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.«

Anna: Von welchem Dichter ist dieses wunderschöne Gedicht? Ich habe es vergessen (ich vergesse, ich vergaß, ich habe vergessen).

Herr Meister: Von Goethe. Er schrieb (ich schreibe, ich schrieb, ich habe geschrieben) es, als er in Straßburg war und studierte (ich studiere, ich studierte, ich habe studiert).

Bella: Hat Goethe in Straßburg studiert? Dann hat er ja auch das Straßburger Münster gesehen.

Louis: »Münster«?

Bella: »Münster« ist auch eine große Kirche, ein Dom, eine Kathedrale. Hier sind die Noten, hier:

Bella: Ich hörte gestern Abend auch eine sehr schöne Anekdote von Mozart und Haydn.