»Ich bin auch schon darauf gekommen, daß es eine Dummheit war,« gab Gardner zur Antwort. »Aber es war gestern morgen, und jetzt bin ich fertig. Kommt her und nehmt mich auf.«
Auf der Barke wurde Rat gehalten. Die Orca setzte ihren Patrouillengang vor dem Felsen fort, als wäre so ein Ding, wie ein vierzig Fuß langes Motorboot, nicht der Mühe wert, sich darum zu kümmern.
»Du mußt noch ein bißchen länger zappeln!« schrie der Kapitän. »Wir gehen in den Hafen zurück und holen eine Walfisch-Kanone. Wir haben eine schwere Büchse an Bord, aber es hat keinen Sinn, sie damit zu ärgern. Denn wenn der erste Schuß nicht richtig sitzt, macht sie in zehn Minuten Brennholz aus unserem Boot. In einer Stunde sind wir wieder zurück, hab' keine Angst.«
»Dank!« sagte Gardner, und in einem weiten Bogen verschwand die Barke hinter der Insel.
Diese eine Stunde schien dem Gefangenen entsetzlich lang. Er hatte Zeit, seine kühltropfende Jacke zu segnen, ehe er wieder das Tschug, Tschug, Tschug des Motors hinter seinem Kerker hörte. Diesmal hielt das Boot, kaum daß es in Sicht war, geradewegs auf die Orca. In seinem Bug, der anmutig über die Wellen tanzte, bemerkte Gardner eine seltsame Kanone – eine Art Elefantenbüchse auf drehbarer Lafette. Jetzt nahm die Orca Notiz von der Tatsache, daß das Boot direkt auf sie hielt. Sie unterbrach ihr ruheloses Patrouillieren und schien zu überlegen, ob sie das Boot angreifen sollte oder nicht. Die Schrauben arbeiteten rückwärts, bis die Barke zum Stillstand kam, und der Kapitän am Bug richtete die Waffe. Es war ein mächtiger Knall. Das See-Ungeheuer warf sich halben Leibes aus dem Wasser und fiel mit gewaltigem Klatschen wieder zurück. Eine Sekunde lang tobte es wie irrsinnig im Halbkreis, prellte dann mit dem Kopf gegen die Klippe und sank dann, zwei Faden tief, auf ein zackiges Riff.
»Ist es tief genug, um herunterzuspringen?« fragte der Kapitän, als die Barke langsam beidrehte.
»Reichlich,« sagte Gardner, schwang sich steifbeinig aus seiner Grotte und kletterte die Felsen hinab.