Der Bursche lachte. Dieses eiskalte, unbarmherzige Lachen drückte Melissas Mut tiefer als das ganze scheußliche Abenteuer.

»Hab' dich ganz vergessen,« sagte er. »Natürlich willst nach County-Line. Ich gehe 'rüber nach Maine, dann weiter, so weit ich komme. Unterröcke kann ich nicht brauchen. Scher dich 'raus! Rasch! Hab' keine Zeit zu verlieren!«

Damit warf er ihr Gepäck in den Schnee. Melissas Mut versank jetzt ganz.

»Das können Sie nicht tun!« bettelte sie und rang die Hände.

»Ich war doch so gut zu Ihnen! Ich komme um! Ich frier' mich hier zu Tod!«

»Nur noch sechs oder sieben Meilen bis County-Line,« sagte der Vagabund und wälzte Melissas Koffer über Bord.

»Kannst du bis morgen früh machen! Warst anständig, deshalb laß' ich dir deinen Kram!«

Als Melissa noch immer verzweifelt neben ihm saß, drehte er sich wild zu ihr und drückte das Gesicht fast an ihres.

»Muß dich 'rausschmeißen,« zischte er. »Machst sonst Lärm und bringst mir die Bande auf die Fersen! Weißt gar nicht, was für Glück du hast. Flink, eh ich's mir überlege! Dumm genug von mir, daß ich dich nicht stumm mache! Stumm wär's am besten für mich!«