[27] Die Abwesenheit der Vögel ist aber nur zeitweilig. Im Sommer sind vielmehr die Gewässer sehr belebt, wie es bereits um 644 p. C. der berühmte chinesische Reisende Hwen Thsang schildert.

[28] „Auch kann es die Speisen nicht so weich kochen,“ fügen andere Handschriften von Polo’s Reise hinzu.

[29] d. h. der ganze Uebergang über das Plateau.

[30] M. Polo erwähnt den See Lop (Lopnor) nicht. Auch heute noch heißt der ganze Landstrich Lopnor. Charakteristisch ist folgende Bemerkung Prschewalskys (Russ. Revue, XV, 568) Als wir in das erste am Tarim gelegene Dorf kamen, antwortete der Dorfälteste auf meine Frage: Ist es noch weit bis zum Lopnor? indem er mit dem Finger auf sich zeigte. „Ich bin Lop-Nor“.

[31] Noch jetzt nennen die Eleuten des Alaschangebirges der Stadt Ning-Nia Yargai, was an Polo’s Egrigaia erinnert. Damals war der District wegen des Anbaus von Safflor (carthamus tinctorius) berühmt.

[32] Ein türkischer Stamm.

[33] Bei Pauthier, le livre de Marco Polo. I, 220, Sugdatu, und unter dieser entstellten Form nicht identificirt.

[34] Folgende Sitte des dortigen Volks mongolischen Stammes, welche Polo erwähnt, mag hier verzeichnet werden: „Dis Volck yßt roh fleisch, das bereyten sie vor also. Sie zertreybens vor klein, darnach thund sie öll vnd gute specerey dran, vnd essens dann also.“ Also ein echtes Beefsteak à la tatare!

[35] H. Yule (II, 104) sucht Anin in dem Stamm des Volkes und in der Stadt Hon-hi oder Ngoming, jetzt Homi-tscheu. Andere Lesearten für dieses, den Geographen früherer Jahrhunderte unfindbare Länder sind Amu, Aniu, Ania, Anian. Aus Verlegenheit schoben die Kartographen diesen Namen nebst andern immer weiter nordwärts, bis in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Fretum Anian die postulirte Meerenge zwischen der alten und neuen Welt im Nordosten Asiens bildete.

[36] 60 = 1 Aequatorialgrad, 3–4 Li = 1 solche Meile.