Der Wandrer.

Schwermütig wächst mein Frieden
In Herbst und Einsamkeit.
Mein Weg zur Dämmerzeit
Vergraut wie abgeschieden.

Ich fühle mich Gestalt
Und Wesen tief vertauschen;
Wildfremde Schritte rauschen
Durchs Blattgewirr im Wald.

Still geh' ich, schattenlos
Im Grau, als wandle sich
Der lange Weg in mich,
Auf dem ich wurde groß.

Daß ich der Wandrer bin,
Der diesen Weg gegangen,
Sind Worte, die verklangen,
Und haben keinen Sinn.

Erde.

Das ist der Erde furchtbares Gewicht:
Gelang es dir, dich schwebend frei zu halten,
Zu tauchen in das erdenfremde Licht,
Daß sich die Meere unter dir gestalten,
Winzig die Wolken unter dir verwehn,
Und zitterst nicht –
So fliegt die Erde auf in deine Höhn.

Ich weiß es wohl …

Ich weiß es wohl, wie du zur Ruh dich legst,
Wenn müde dich die Mitternacht umfängt.
Du gehst verträumt im Zimmer auf und ab,
Schaust das unwillige Schweigen an der Wand,
Das seufzend hie und da ein Rahmen unterbricht.
Dann sprichst du leise in den Kerzenschein,
Als ob gleichgültig ihn ein andrer spräche,
Meinen Namen, horchst – hörst ihn und erglühst …
Und deine süßen Hände küssend, schläfst du ein.

Nächtlicher Weg.