[25] Diese wohlbekannten neun phāsuvihārā hat wohl Asoko gemeint, wenn er, auf dem Bairāter Edikt I. 5, von den aliyavasāni spricht: denn sie heißen auch ariyavisesā, z. B. in der folgenden Rede. — Freilich ließe sich noch an den ariyūposatho, AN III. No. 70, und an die Dekade im Saṉgītisuttam denken. Für Asokos aliyavasāni = phāsuvihārā spricht noch Khuddakapāṭho IV, 9 santāvāsā (so ist zu lesen) = MN vol. I. p. 42 santā vihārā. Als 6. Fassung derselben Begriffe sei hier noch anupubbavihārā gegeben: Paṭtisambhidāmaggo, Pāli-Mss NEUMANN No. 5 fol. ki. — Der von Asoko im selben Edikt als moneyasūte belobte Text ist weder im Sāmaññaphalasuttam noch im AN III. No. 120, wie OLDENBERG Vin. I. XL1 vermuthet hat, wohl aber im 2. Theil des Nālakasuttam des Suttanipāto, vv. 699–723, mit voller Sicherheit wiederzuerkennen. Der selben, dem götterbegnadeten Gnadenreich so sympathischen Sammlung könnte auch der Upatisapasine entnommen sein: der unermüdliche Prediger der ahiṃsā hätte damit nämlich das Sāriputtapañhasuttam (vv. 955–975) empfehlen wollen, keineswegs die erst später zu hohem Ansehn gelangte dunkle metaphysische Formel ye dhammā hetuppabhavādi. Die Verse 964/5 stellten die Anāgatabhayāni im Auszuge dar. Wahrscheinlich aber wird unsere 24. Rede gemeint sein, welcher der Titel Upatissapañho ganz eigentlich zukommt und die überdies noch durch e—cā unserer 61. Rede, dem Rāhulovādo, verbunden ist: Asokos allgemeine Angabe bhagavatā bhāsite widerspricht, im Grunde genommen, nicht.

[26] Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinen.

[27] Unterkleid, Oberkleid und doppelte Toga; vergl. Mahāvaggo p. 287 ff.

[28] māradheyyam, amāradheyyam, maccudheyyam, amaccudheyyam. — māradheyyam wörtlich: das Reich der Mortur, genau wie SCHOPENHAUER den Ausdruck anwendet, Nachlass Bd. IV., § 551.

[29] lies: rūpattāyam, vedanattāyam etc.

[30] Das waren die Häupter jener ante- und conbuddhistischen Wunderbaren Heiligen, der Unbekleideten (Acelakos), der Ungebundenen (Muttācāros ͠= Ājīvikos), der Handverköster (Hatthāpalekhanos). Die Geißelung aber war diese, dass der völlig Nackte, der nicht einmal einen Napf besaß, das Almosen nicht zum Munde führen, sondern nur aus seiner Hand aufschlürfen durfte. Vergl. hierzu das Kukkuravatikasuttantam, MN No. 57, wo noch inbrünstigere Geißelbrüder die Sache cagnescamente, bez. vacchescamente betreiben, u. a. m. Acelakā, vivasanā, muttavasanā, muttācārā, naggacariyā (cf. Dhp. v. 141), digambarā, nigaṇṭhā (cf. Suttanip. v. 381) sind übrigens Synonyme und gehören unter den Begriff des kṣapaṇājīvas, als dessen bekannteste Vertreter sich bis auf den heutigen Tag die Jainās erhalten haben.

[31] Zu unseren fünf Sinnen zählen die Inder als sechsten die Funktion des Denkens hinzu: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken. Vergl. die 9., 10. und 11. Rede.

[32] Die Antithesen samaṇo: samitā, brāhmaṇo: bāhitā, nahātako: nahātā, vedagū: viditā, sottiyo: nissutā, ariyo: ārakā, araham: ārakā sind metaphorisch angewandt, nicht etymologisch: denn dass der Buddho die wahren Etymologien nicht gekannt habe, ist bei seiner gründlichen Vertrautheit mit dem Brāhmanenthume (DN) kaum anzunehmen. — Vergl. die tiefsinnige Ableitung des rūpam von √rup = √lup, SN vol. III. p. 86; auch Suttanip. v. 1121. Ebenso loko von √luj, SN vol. IV. p. 52.