Als nun jene Mönche Ariṭṭho den Mönch, den früheren Geierjäger, {131} von dieser verkehrten Meinung nicht abbringen konnten, begaben sie sich dorthin wo der Erhabene weilte, begrüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder. Hierauf nun sprachen jene Mönche zum Erhabenen also:
»Ein Mönch Namens Ariṭṭho, o Herr, ein ehemaliger Geierjäger, hat folgende verkehrte Meinung geäußert: ›Also verstehe ich die vom Erhabenen verkündete Lehre, dass jene vom Erhabenen als verderblich bezeichneten Handlungen dem Thäter nicht nothwendig zum Verderben gereichen.‹ Hiervon erhielten wir Kunde, o Herr, begaben uns zu Ariṭṭho und fragten ihn, ob das Gerücht wahr sei. Auf unsere Frage, o Herr, erwiderte uns Ariṭṭho der Mönch, der frühere Geierjäger: ›So ist es, ihr Brüder, allerdings fasse ich die vom Erhabenen verkündete Lehre also auf, dass jene vom Erhabenen als verderblich bezeichneten Handlungen dem Thäter nicht nothwendig zum Verderben gereichen.‹ Da nun wollten wir, o Herr, Ariṭṭho den Mönch, den früheren Geierjäger, von seiner verkehrten Meinung abbringen, wandten uns zu ihm, sprachen zu ihm, belehrten ihn: Nicht also rede, Bruder Ariṭṭho, den Erhabenen verbessere nicht, nicht ist es gut den Erhabenen verbessern, nicht kann der Erhabene solches gesagt haben. Auf manigfaltige Weise, Bruder Ariṭṭho, wurden die verderblichen Handlungen vom Erhabenen erklärt, und sie gereichen dem Thäter nothwendig zum Verderben. Unbefriedigend sind die Begierden, hat der Erhabene gesagt, voller Leiden, voller Quaalen, das Elend überwiegt. Kahlen Knochen verglichen hat der Erhabene die Begierden, Fleischfetzen verglichen hat der Erhabene die Begierden, flammendem Stroh verglichen hat der Erhabene die Begierden, glühenden Kohlen verglichen hat der Erhabene die Begierden, Träumereien verglichen hat der Erhabene die Begierden, Betteleien verglichen hat der Erhabene die Begierden, Baumfrüchten verglichen hat der Erhabene die Begierden, Schwerdterschneiden verglichen hat der Erhabene die Begierden, Lanzenspitzen verglichen hat der Erhabene die Begierden, Schlangenrachen gleich sind die Begierden, hat der Erhabene gesagt, voller Leiden, voller Quaalen, das Elend überwiegt. Obzwar nun, o Herr, solcherart von uns angegangen, angesprochen und belehrt, hielt Ariṭṭho der Mönch, der frühere Geierjäger, an dieser seiner verkehrten Meinung zähe fest: ›Ich, fürwahr, ihr Brüder, fasse die vom Erhabenen verkündete Lehre also auf, dass jene vom Erhabenen als verderblich bezeichneten Handlungen dem Thäter nicht nothwendig zum Verderben gereichen.‹ Da wir nun, o Herr, Ariṭṭho den Mönch, den früheren Geierjäger, von dieser verkehrten Meinung nicht abbringen konnten, beschlossen wir, die Sache dem Erhabenen zu berichten.«
Da nun wandte sich der Erhabene an einen der Mönche:
»Gehe, o Mönch, und sage in meinem Namen Ariṭṭho dem Mönche, dem früheren Geierjäger: der Meister ruft dich, Bruder Ariṭṭho.«
{132} »Wohl, o Herr!« erwiderte jener Mönch, dem Erhabenen gehorchend, begab sich dorthin wo Ariṭṭho der Mönch, der frühere Geierjäger, weilte, und sprach hierauf also zu ihm:
»Der Meister ruft dich, Bruder Ariṭṭho.«
»Gut, o Bruder, ich komme!« erwiderte Ariṭṭho der Mönch, der frühere Geierjäger, jenem Mönche, begab sich dorthin wo der Erhabene weilte, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Hierauf nun sprach zu Ariṭṭho dem Mönche, dem früheren Geierjäger, der Erhabene also:
»Ist es wahr, wie man sagt, Ariṭṭho, du habest diese verkehrte Meinung gefasst: ›Also verstehe ich die vom Erhobenen verkündete Lehre, dass jene vom Erhabenen als verderblich bezeichneten Handlungen dem Thäter nicht nothwendig zum Verderben gereichen‹?«
»So ist es allerdings: ich, o Herr, fasse die vom Erhabenen verkündete Lehre dahin auf, dass jene vom Erhabenen als verderblich bezeichneten Handlungen dem Thäter nicht nothwendig zum Verderben gereichen.«
»Von wem hast du denn, du bethörter Mann, gehört, dass ich eine solche Lehre verkündet hätte? Habe ich nicht, o Thor, auf manigfaltige Weise die verderblichen Handlungen erklärt und dargelegt, dass sie dem Thäter nothwendig zum Verderben gereichen? Unbefriedigend sind die Begierden, hab’ ich gesagt, voller Leiden, voller Quaalen, das Elend überwiegt. Kahlen Knochen verglichen habe ich die Begierden, Fleischfetzen verglichen habe ich die Begierden, flammendem Stroh verglichen habe ich die Begierden, glühenden Kohlen verglichen habe ich die Begierden, Träumereien verglichen habe ich die Begierden, Betteleien verglichen habe ich die Begierden, Baumfrüchten verglichen habe ich die Begierden, Schwerdterschneiden verglichen habe ich die Begierden, Lanzenspitzen verglichen habe ich die Begierden, Schlangenrachen gleich, habe ich gesagt, sind die Begierden, voller Leiden, voller Quaalen, das Elend überwiegt. Aber missverständigen Sinnes, o Thor, willst du uns verbessern und gräbst dir selbst das Grab und schaffst dir schwere Schuld. Das wird dir, o Thor, lange zum Unheil, zum Leiden gereichen.«