Ich werde dich nicht berühren, wenn du es nicht willst.
Das Fräulein:
Ich bin trotzdem bei dir. Liebt' ich dich denn, wenn ich dir nicht ein Opfer brächte? Ich weiß, daß ich zu vielen Tränen verurteilt bin. Aber das muß wohl so sein. Welche schmerzliche Seligkeit auf der schwankenden Brücke der Lust!
Der Sohn:
Ich werde jeden töten, der dich verletzt: und wäre es mein Vater.
Das Fräulein:
Wie unverständig bist du und wie süß! In wieviel Stärke, wieviel Kühnheit stehst du vor mir. Ich muß dich küssen, mein kleiner süßer Held. Daß Gott solche Jünglinge schuf! Denk an mich, wenn eine andere Frau dich so in ihren Armen hält. Und töte dich nicht — du wirst mir bald sehr wehe tun. Jetzt ist der Stern deines Wagens am höchsten mir zugekehrt, jetzt, wo du noch nichts geliebt und bald alles genossen hast. Diese Stunde kommt nicht wieder. Der Himmel soll dich behüten vor Traurigkeit.
Der Sohn:
Heute Nacht — schwör mir, daß du kommst!