Das Fräulein:

Ja, ich komme! Es muß doch ein Wesen sein auf der Welt, durch das sich zum erstenmal deine Seele ergießt. Ein Wesen, das dich beschützt, das dich begleitet zum Licht.

Der Sohn:

Fräulein! Mir ist so schwer und dunkel. Da seh ich uns beide stehn in Wolken, mitten zwischen Erwartung und Schmerz. Sind wir nicht im Hause meines Vaters, das uns alt und feindlich umschließt! Und du redest zu mir schöne und fremde Worte wie nie zuvor. Kehrt das Rätsel wieder in des Träumenden düstre Gewalt? Ist Aladins Wunderlampe da im Märchen auf der Amme Knie? O Wunder, das Gott mir verheißen! Wie kann ich das deuten — heute ist eine Nacht und morgen ein Tag — werde ich die Sonne sehn, die uns alle umstrahlt?

Das Fräulein

(nach einer Weile leise und bitterlich):

Es gibt viele Sonnen, die wirst du sehn.

Der Sohn:

Was kann ich denn für dich tun? Soll ich meinem Vater sagen, daß ich dich liebe?