Der Sohn:
Nein, Fräulein, hier im Hause rühre ich keinen Bissen mehr an. Bald werde ich fern im Schoße geliebter Frauen Nektar und Ambrosia genießen.
Das Fräulein
(mit zitternder Stimme):
O dunkle und gefährliche Nacht!
Der Sohn:
Ängstigen Sie sich nicht! Ich gehe meinem Stern entgegen; ich folge dem Gebot. Weil in meinen Adern Blut des Geschändeten aus der Knechtschaft brennt, deshalb werde ich in Kraft aufstehn zum Kampf gegen alle Kerker der Erde. Wie ein Verbrecher im Finstern, ohne Habe, steig ich durchs Gitter. Mein Haus! Dies Feuer allein trage ich von dir, es auszugießen über Menschen und Stadt. Die Kette fällt. Ich bin frei! Nur ein Schritt noch im Mantel der Bäume ... Pforte, wie ich dich liebe, und du, Landstraße, silbern dem erwachenden Blick! Ich verzage nicht mehr. Ich weiß, für wen ich lebe.
(Er hat das Letzte an seiner Kleidung beendet. So steht er vor ihr.)
Das Fräulein:
Sie haben die Binde vergessen! — Ich will es tun.