Werden wir einen neuen Humanismus erhalten, in dem auch die Naturforschung, die einst vergessen worden war, ihre Stätte findet, nicht als verrohende Macht, sondern veredelt, geläutert vom humanistischen Gedanken?
Und wird dieser erweiterte, verklärte Humanismus nicht beschränkt bleiben auf die Gelehrtenzelle, sondern eine wärmende Sonne werden für das ganze Volk?
Wird in 76 Jahren die Sternwarte, zu der wir jetzt wandern, um dieses kleine unheimliche Silberfederchen, das da im eisigen Raum treibt, anzustarren, eine ethische Erziehungsstätte sein?
Es ist die letzte Strandwelle des alten Glaubens, daß der Komet etwas prophezeien könne, was in solchen Fragen lebt. Er prophezeit aber nichts. Nur die Kraft und die Tat und die Arbeit prophezeien. Als die Menschheit seine Wiederkehr prophezeite, da war sie bei der Arbeit, da taten die Dinge einen Ruck, da wurden sie größer.
Weltuntergang! Wir wollten trinken und küssen, alle Reserven auftrinken und aufküssen. Es braucht keine Reserven mehr, morgen ist Weltfeiertag.
Und nun soll das alles wieder nichts sein.
Ja wäre es nicht eigentlich doch eine Wohltat gewesen, diese Stimmung in der scheußlichen Langeweile unserer Zeit?
Wir arbeiten so heillos viel, wir haben das Recht, das Arbeiten auch einmal für einen Greuel zu erklären, zwischendurch.
Nun will uns die grämliche Wissenschaft auch das wieder nicht erlauben.