Augenentzündung.

Wenn das von mir angegebene Mittel weiter keine andere Eigenschaft und Kraft besäße, als nur diejenige, Augenentzündungen zu heilen, die ihm in der That im hohen Grade eigen ist, und welche es bei vielen Gelegenheiten bewiesen hat, so wäre schon damit für die Menschheit etwas Unschätzbares gewonnen. Hier ist von keinem finstern Zimmer, von keinem Aufgeben der gewöhnlichen Beschäftigung, und von keinen ätzenden Eintröpfelungen die Rede, welche oft den Verlust der Augen des Patienten herbeiführen und ganze Familien in Noth und Bekümmerniß stürzen. Der Augenkranke hat nichts zu thun, als vier bis sechs Mal des Tages den Zipfel eines reinen leinenen Taschentuchs mit dem präparirten Franzbranntwein anzufeuchten, und sich damit die Augen gut auszuwischen und zu reinigen. Dies kann beim Arbeiten, im Gehen, beim Fahren, beim Einkaufen und Verkaufen, genug in allen Lagen und Verhältnissen geschehen, und wird beständig dieselbe gute Wirkung hervorbringen. Der Schmerz in den Augen ist äußerst gering, die Linderung und Heilung groß und sicher.

Wie sehr weicht dies Verfahren von dem gewöhnlichen ärztlichen ab, und dennoch führt es sicherer zum Ziel als das letztere.

Hirnentzündung.

Diese gefährliche und oft schnell dahin raffende Krankheit wird durch fortgesetztes Einreiben des oberen Theiles des Kopfes mit dem Medicament, bis der Schmerz sich gelegt hat, gehoben. Durch die Anwendung dieses einfachen Mittels hätte manches kostbare Leben erhalten werden können, und ich bin fest überzeugt, daß Madame Malibran, welche in Manchester an der Hirnentzündung starb, heute noch lebte, wenn ihrer Umgebung mein in seiner Anwendung niemals schädliches Mittel bekannt gewesen wäre.

Zahnschmerz.

Diese, leider so allgemein verbreitete Plage des Menschengeschlechts wird am besten auf eine Weise geheilt, die, besonders den Damen, etwas wunderlich und abschreckend vorkommen dürfte; ich habe sie indeß theils an mir selbst, theils in meiner Familie so oft versucht und so wirksam gefunden, daß ich Jedem dringend rathen muß, sich dazu zu entschließen; und was thäte man überhaupt nicht, um einen der unerträglichsten Schmerzen los zu werden?

Die Heilmethode besteht darin, daß man sich das Ohr an der Seite, wo man die Schmerzen hat, mit dem präparirten Franzbranntwein füllt und ihn darin läßt, bis der Schmerz vergangen ist, welches gewöhnlich innerhalb zehn Minuten erfolgt. Fast nie habe ich dies Mittel fehlschlagen sehen. Bei sonst gesunden Zähnen wird der Schmerz dadurch ein für allemal geheilt; bei hohlen Zähnen aber kommt er nach Erkältungen wieder, in welchem Fall natürlich auch wieder zur Anwendung derselben Heilmethode zu schreiten ist.

Bei dieser Gelegenheit will ich nicht verabsäumen, mit anzuführen, daß es zur Erhaltung der Zähne nicht wenig beiträgt, wenn man einmal wöchentlich oder einmal alle vierzehn Tage seine Zahnbürste in den präparirten Franzbranntwein taucht, und sich Zähne und Zahnfleisch damit bürstet. Hierdurch werden die Zähne gegen Fäulniß geschützt, und das Zahnfleisch wird erkräftigt.

Ohrenschmerz oder Ohrenzwang.