Nicht genug der Schreie zur Geburt und Revolte! Nicht Täler genug dich auszuschrein und zu vergeuden! Nicht Menschen genug zu trösten und zu laben!
O du allgemeine, ewige Mutter!
FLORIAN:
Gletscher, du steinerner Gott, dem täglichen Kampf Enthobener! Hier ist der Rand des Himmels, und der Turm der Erde stürzte zu Staub.
Säulen, hymnische, tragen die Arkaden deiner Gewalt. Wie in spielender Träumerei fügt sich des Schicksals geometrisches Gesetz.
Einziger du, in Einsamkeit verbittert, in Ewigkeit verknöchert. Einziger, an dem die Größe des Alls sich mißt!
STELLA:
Gletscher, aus dir erstieg das Volk und die Gemeinschaft! Aus dir kommen verbündet und vereint die Niederen und die Starken, die Nackten und die Schämigen, die Inbrünstigen und die Ungläubigen.
Deiner geöffneten Brust entstürzen die tausend Söhne des Tals, springen die Knabenbäche, rauschen die Arbeitsströme, steigen und steigen die Ozeane!
Dein ist der Ruf, wenn sie mit irren Zungen in Schlucht und Schlachtfeld den Frühling der neuen Welt verkünden!