Freilich brauchte man auf mich ja keine Rücksicht zu nehmen; ich war ja so maßlos betrunken...

Wieder richtete ich meine Augen auf ihr Gesicht. Jede Fiber an ihr bekam mir selbstständiges Leben; jeder Schauer, der ihr Gesicht durchzuckte, wurde mir zu einem Abgrund von Brunstwillen, und mit tausend Fibern, wie mit tausend Natternzungen, stach sie, biss sie, sog sie sich in mich hinein.

Ich lief hinaus.

Vielleicht wollt’ ich ihnen Zeit geben, sich in befriedigungswütiger Orgie auszutoben.

Ich blieb lange draußen, sehr lange.

Als ich zurückkam, lag er zu ihren Füßen, umklammerte und küsste sie und war so glücklich, so glücklich.

Jetzt litt ich nicht mehr; ich war kalt, und sehr, sehr nüchtern. Ich fühlte keinen Schmerz mehr, keine Eifersucht: die Sache war abgetan für mich.

Ich warf mich auf das Sofa, rauchte eine Zigarette an und heuchelte eine maßlose Müdigkeit.

Meine letzte Empfindung war eine ranzige, bittere Geschmackshalluzination, wie von einer alten, verdorbenen Speise.

Ich weiß nicht, wie es kam, aber ich schlief ein.