Plötzlich hebt sich meine Mutter auf:

— Gelobt sei Jesus Christus! keucht sie mühsam hervor.

Der Mann leuchtet ihr mit der Kerze in die Augen; über sein grässlich entstelltes, blutig zerkratztes und zerrissenes Gesicht geht ein wildes, grauenhaftes Grinsen, seine Augen quellen hervor, die tollgewordene Hyäne glotzt aus ihnen heraus.

Er hebt die Keule hoch und schwingt und schüttelt sie mit wildem Jauchzen in rasenden Sprüngen über unsern Köpfen.

In diesem Augenblicke wird die Kerze vom Winde ausgelöscht, der Wahnsinnige gleitet in einer Kotlache aus, fällt um.

Die Mutter rennt, wie nur in fürchterlichster Todesgefahr Menschen rennen können, sie zerrt, schleppt mich mit, aber der Irre hat uns schon eingeholt und tanzt vor uns in wilden, affenartigen Sprüngen.

Jetzt können wir uns kaum noch schleppen; in letzter Verzweiflung sprechen wir beide laut ein Gebet.

Der Mann verzerrt entsetzlich das Gesicht, knirscht mit den Zähnen, lallt und schreit und schwingt seine Keule; ein Schlag schon hätte genügt, uns beide zu Boden zu strecken. Dann stellt er sich hinter uns, äfft unsern Gang nach, und mit dämonischem Lachen wiederholt er unaufhörlich:

Eins — Zwei! Eins — Zwei!

Da plötzlich ein Kreuz am Wege. Der Wahnsinnige bleibt bedächtig stehen, pflanzt die Kerze in den Boden und springt über sie, hin und zurück, hin und zurück.