Und da geschah es!
Auf meiner Seele trauerflorumflossenen Acker fiel eine blasse Rose herab.
Ich weiß nicht, welchen Engels Hand sie mir zugeworfen, ich weiß nicht, welcher Lebenssturm sie mir zugeweht hatte.
Ist sie auf Gräbern im Schatten düsterer Trauerweiden geboren? Ist sie aus bleichen Strahlen längst erstorbener Welten gesponnen? Floss sie zu mir her auf silbernen Todeswellen weicher Nebeldünste?
Auf den weiten Acker meiner Seele ist die blasse Rose gefallen.
Zitternd dämmert hinter den Bergen in lichtem Golde die Sonne, und in wildem, verwegenem Bogen wölbt sich der Morgen empor.
Weib, du in mir. Ich — Du. Du — Ich.
Und in einander geschlungen wie die üppigen Triebe wilder Lianen, und in einander gefädelt wie des menschlichen Wirkens endlose Fäden, so ruhen wir, du Herz von meinem Herzen, Hirn von meinem Gehirn. —
Du mit den Knabenbrüsten —
Androgyne!